Wien ist eine Altbaustadt. Fast jeder zweite Umzug, den wir durchführen,
geht in ein Gründerzeithaus – hohe Decken, Stuck, Holzparkett und meistens
eine Stiege, die schon bessere Tage gesehen hat.
Wir lieben diese Wohnungen. Aber wir wissen auch, was beim Umzug
schiefgehen kann. Hier sind die sieben Dinge, die unsere Kunden vorher
fast nie wissen – und die hinterher fast alle sagen: „Das hätte ich
früher wissen sollen.“
1. Das Stiegenhaus entscheidet alles
Nicht die Entfernung, nicht die Etage – das Stiegenhaus ist bei
Altbauten in Wien der entscheidende Faktor. Wir haben Stiegen gesehen,
die so eng waren, dass ein Kühlschrank schräg gar nicht passte.
Und dann passte er auch gerade nicht.
Messen Sie vor dem Umzug: Breite der Treppe, jede Kurve, die
Eingangstür, die Wohnungstür. Am besten schicken Sie uns ein
kurzes Handyvideo – das reicht uns für eine erste Einschätzung.
2. Kein Lift heißt nicht automatisch: Tragen
Viele Kunden denken, kein Aufzug bedeutet, dass alles per Hand
getragen werden muss. Das stimmt nicht. Ab dem 2. Stock – manchmal
auch schon früher – setzen wir einen Außenmöbellift ein. Der wird
außen am Fenster befestigt und hebt Möbel direkt in die Wohnung.
Das geht schneller, ist schonender für Ihre Möbel und die Stiege –
und am Ende oft sogar günstiger, weil es weniger Zeit braucht.
Nicht jede Umzugsfirma hat einen, fragen Sie also explizit danach.
3. Das Halteverbot – bitte nicht vergessen
Klingt bürokratisch, ist aber wirklich wichtig: In dicht besiedelten
Bezirken wie dem 7., 8. oder 19. Bezirk gibt es schlicht keinen Platz
für ein Umzugsfahrzeug ohne Halteverbotszone. Wer das nicht rechtzeitig
beantragt, parkt den LKW hundert Meter entfernt – und zahlt am Ende
mehr Stunden als nötig.
Beantragen müssen Sie das bei der MA 46, mindestens 2 Wochen vorher.
Wenn Sie nicht wissen wie: Sagen Sie uns Bescheid, wir helfen Ihnen.
4. Der Boden ist älter als Sie denken
Holzdielen und Parkett in Wiener Altbauten sind oft über 100 Jahre alt.
Sie halten erstaunlich viel aus – aber einen schweren Schrank, der
über den Boden gezogen wird, nicht.
Bevor wir auch nur einen Karton tragen, legen wir Schutzfolien und
Laufmatten aus. In jeder Wohnung, jedes Mal. Wenn ein Unternehmen das
nicht macht, fragen Sie warum.
5. Stuck ist schön – und zerbrechlicher als er aussieht
Das merkt man meistens erst, wenn es zu spät ist. Ein unachtsam
geführter Schrank, eine Sekunde Unaufmerksamkeit an einer Tür ecke
– und der historische Rahmen ist beschädigt. Restaurierung kostet
schnell mehrere hundert Euro.
Wir polstern alle Ecken und Rahmen ab, bevor wir anfangen. Kein
Aufwand für uns, aber für Sie unter Umständen sehr viel Geld gespart.
6. Kartons packen – die eine Regel, die wirklich zählt
Wenn keine Aufzug da ist, tragen unsere Leute die Kartons zu Fuß.
Das bedeutet: Schwere Sachen in kleine Kartons, leichte Sachen in
große Kartons. Klingt simpel, aber fast niemand macht es so.
Bücher, Geschirr, Werkzeug – maximal 15 kg pro Karton.
Bettwäsche, Kleidung, Kissen – die dürfen groß sein.
So läuft der Umzug schneller und niemand schleppt sich den Rücken kaputt.
7. Wien kennen ist kein Bonus – es ist notwendig
Jeder Bezirk hat seinen eigenen Rhythmus. Der 1. Bezirk ist tagsüber
fast unfahrbar. Im 23. Bezirk sind manche Zufahrten so schmal,
dass ein großer LKW schlicht nicht hineinkommt. In Ottakring gibt
es Stiegen, die wir auswendig kennen – weil wir dort schon
zigmal waren.
Das klingt nach Kleinigkeiten. Aber genau diese Kleinigkeiten
entscheiden, ob Ihr Umzugstag entspannt verläuft oder nicht.
Seit 21 Jahren machen wir das in Wien – und wir kennen
jeden Bezirk.
Sie planen einen Umzug in eine Altbauwohnung?
Schicken Sie uns ein kurzes Video von Ihrem Stiegenhaus –
wir sagen Ihnen sofort, was zu beachten ist, und erstellen
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